Die Reehmühle

Foto: Bernd Laucht

Seit 1740 ist die Reehmühle im Besitzt der Familie Rehe, später Reeh.
Der Mühlenbetrieb wurde in den 1960er Jahren eingestellt.
Danach war der Hof ein sehr bekanntes Ausflugslokal und Restaurant mit Biergarten.
Dann ist dort eins Hundepension eingerichtet worden. Man ist sozusagen auf den „Hund“ gekommen.
Doch bestimmt schon bald, so ist zu hoffen, wird die Mühle wieder in neuem Glanz erstrahlen.

Die Obermühle, Geburtshaus von Johann Georg Wille

Johann Georg Wille wurde den 5. Nov. 1715 in der sogenannten Obermühle, 1/2 Stunde von Königsberg unweit Gießen, geboren.
Sein Vater war der Müller Johann Philipp Wille und seine Mutter Elisabethe Christine, geborene Zimmermann.
Schon als Schulknabe zeichnete er, ohne die geringste Anweisung, mit Kohlen, Tinte und Bleistift gut und machte Portrait von treffender Ähnlichkeit. So zeichnete er einst auf dem Stubenboden eine Schlange so naturgetreu, dass die Eintretenden, in der Meinung, es seye eine wirkliche, erschrocken zurückprallten.
Als ältester Sohn wurde er zu dem Geschäfte seines Vaters bestimmt, dem er aber so wenig Geschmack abgewinnen konnte, dass ihn sein Vater, unwillig darüber, und ohne Rücksicht auf seine Anlagen zum Zeichnen, nach Gießen zu dem Büchsenmacher Wittmann in die Lehre schickte.
Er machte hier bedeutende Fortschritte, und grub in die Schlösser der Gewehre mancherlei Figuren ein, die wegen ihrer Feinheit und Richtigkeit vielen Beifall sich erwarben. Er vertauschte nachher dieses Geschäft mit der Kunst des Uhrmachers, die er zu Dietz und Dresden erlernte.
Für sein Künstlertalent war der Aufenthalt in Dresden besonders wichtig.
In Straßburg lernte Wille den Kupferstecher G. Fr. Schmidt kennen, begleitete denselben, 1736, nach Paris, und trat mit demselben in enge Freundschaftsverhältnisse.
Er lebte hier blos der Kupferstecherkunst, jedoch ohne alle Unterstützung seines Vaters, der ihn für einen ungeratenen Sohn hielt, gewann aber Anfangs so wenig dabei, dass er sich oft mit trocknem Brote genügen musste.
Er fand besonders bei dem Portraitsmaler Rigaud alle Unterstützung, die er nachher selbst jedem jungen talentvollen Künstler angedeihen ließ.
Nach langem Kampf mit widrigen Verhältnissen, lieferte er das Brustbild des Marschalls von Belleisle, welches eine seiner ersten Arbeiten war, die aber durch die meisterhafte Ausführung den Grund zu seinem Glücke legte. Später stach er die berühmtesten Gemälde der flammändischen und holländischen Schule und lieferte eine zahlreiche Menge vortrefflicher und geschätzter Kunstwerke, und sein Ruf in Frankreich und Teutschland war allgemein.
Seinem Bruder hatte er nach und nach alle seine Meisterwerke geschickt und ein großer Teil befindet sich auch noch jetzt in den Händen seiner Nachkommen.
Im Jahr 1761 wurde Wille Mitglied der Pariser Akademie.
In der Revolution verlor er sein bedeutendes Vermögen (gegen 800.000 Franken – 370.000 Gulden) und wäre fast selbst ein Opfer der Revolution geworden, wäre sein Sohn nicht General der Pariser Nationalgarde gewesen.
Napoleon dann ernannte ihn zum Ritter der Ehrenlegion und nahm ihn als Mitglied in das Institut der Wissenschaften und Künste auf.
Wille zeichnete sich hauptsächlich durch die sanft abgestufte Haltung seiner Töne und die Festigkeit und Zierlichkeit seines Grabstichels in Darstellung von Stoffen und Gewändern aus.
Von seinen vielen Schülern, die er bildete, sind namentlich Rode, Schmutzer, Zinck, von Meckel, Preisler, Inguf, Schulze, Barvick zu nennen.
Er hatte sich in Paris verheiratet, hatte zwei Söhne, von welchen der ältere, Peter Alexander, 1748 geboren, ein vorzüglicher Zeichner war.
Wille ist den 5. April 1808 in einem Alter von 92 Jahren, 5 Monaten gestorben. Er wurde im Pantheon zu Paris beigesetzt.

Quelle: https://giessen-radelt.weebly.com/tour-28-keltentour.html

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Vereinsgemeinschaft Bürgerhaus Bieber

Bürgerhaus Bieber – Foto: Lindemann

Am 6. Nov. 2021 feinert der Verein mit einer Feierstunde sein 20jähriges Bestehen.

  1. Vorsitzender Helmut Failing, Stellvertreter Tilo Ehlicker, Kassenwartin Margit Büttner, Schriftführer Ralf Knecht, Beisitzer Rainer Rau (Hausmeister), Harald Weil, Christine Neugeborn, Michael Dönges, Wernder Spengler, Hans Paulus und Peter Westrich

Die Mitglieder

Boule-Verein Biebertal

7 Bürger

Deutsch-Französicher Verein

evangelische Emmausgemeinde

Freiwillige Feuerwehr Bieber

Heimatverein Rodheim-Bieber

Kleintierzüchterverein Rodheim-Bieber

KSG

Obst- und Gartenbauverein

Tennisverein Biebertal

Fußballplatz in Bieber

Fußballplatz am Hain Foto: Lindemann

Nachdem ich bereits aus dem Gießener Anzeiger die Bilder zu den Fußballplätzen in Krumbach und Königsberg entnommen und deren traurige Geschichte vorgestellt habe, habe ich mich hier einfach mal weit aus dem Fenster gelehnt und ein Foto vom Platz in Bieber gemacht.
Ganz ähnlich wie bei den anderen, vom Gießener Anzeiger als „verlorene Plätze“ betrauerte Spielmöglichkeiten, ist auch der Bieberer Platz meist verweist.
Nur gelegentlich sehe ich einige Kicker, die offenbar privat verabredet, dort dem Ball hinterherjagen.

Freizeitkicker – Foto: Lindemann

Kinder, von denen aus Krumbach und Königsberg berichtet wird, sehe ich selten.
Dafür scheint der Ort von Hundebesitzern gern zum „Gassigehen“ genutzt zu werden.

Groß heraus kommt der Platz eigentlich nur beim jährlichen „Almabtrieb“, wenn dort Attraktionen für KInder, Verkaufsstände und große Landmaschinen stehen. Dort gibt es dann auch die Möglichkeit lebende Tiere zu bestaunen, die man sonst kaum noch zu Gesicht bekommt, da in Biebertal kaum noch landwirtschaftlichen Betriebe Tiere halten – Hühner natürlich ausgenommen. Aber die Kühe, die es früher im Stall beim Bauern March und auf den Weiden zu sehen gab, fehlen heute im Landschaftsbild.
Auch freilaufende Schweine und anderes Kleingetier, das auf den kleinen Höfen der Selbstversorgung diente, ist nahezu aus dem Alltag verschwunden.

Zu sehen ist im Bild auch das Vereinsheim des KSG Bieber, das gelegentlich im Jahreslauf zur Partymeile wird; ebenso wie das Dorfgemeinschaftshaus am Hain, das vielfältig genutzt wird.

Foto: Lindemann

Hinter dem Parkplatz des Bürgerhauses findet sich, neben einem Kinderspielplatz, ein weiterer wichtiger Ort an diesem Fleck: die Boule-Bahn.
Denn Boule ist ein neuer Trendsport, der zum Teil auch als Indoor-Boule im Bürgerhaus zelebriert wird.

Boule Biebertal Foto: Lindemann

Hof Haina und sein Bauernmuseum

Hof Haina

Der Weiler Hof Haina umfasst 2 ha Land. Bilder ansehen.
Hof Haina ist eines der ältesten Hofgüter im mittelhessischen Raum. Der Name „Hain“ bedeutete früher Wohnstätte, woraus sich der Name Haina ableitete.
Es liegt im äußersten Westen der Gemarkung Rodheim-Bieber, im Landkreis Gießen. Der Hof Haina befindet sich im Hainaer Gründchen. Das ist ein kleineres Nebental des Biebertals, welches nach dem Hof Haina benannt ist. Im Zentrum der Höfe befindet sich der Dorfplatz. Direkt neben dem Hof Haina verläuft die Landstraße 3286, auf der man nach Rodheim-Bieber auf der einen Seite, und nach Waldgirmes auf der anderen Seite gelangt. Die von drei Zufahrtswegen erschlossene Weilersiedlung umfasst heute fünf Gehöfte.
Der Weiler wurde um 1100 n. Chr. gegründet. Vier der Höfe entstanden Anfang des 16. Jahrhunderts. anstelle der älteren Siedlung Goßlingshausen (Gosselshausen), die ab 1410 zumindest in Teilen zur Wüstung geworden war. Der fünfte Hof kam 1908 dazu.
Bis zur Frühen Neuzeit war der Hof Haina ein Kreuzungspunkt der „Alten Marburger Straße“ mit der Wagenstraße (Wayn). In dieser Zeit war der Hof Haina ein Aus- und Vorspannplatz für Pferdefuhrwerke.
Um 1980 wurde im Ort eine 6000 Jahre alte Pfeilspitze gefunden.

Bis zu ihrem Tod 2009 hat Gisela Kraft-Schneider ein Bauernmuseum betrieben, das heute von ihren Nachkommen weitergeführt wird:

Das Bauernmuseum Hof Haina

Das Bauernhausmuseum Hof Haina ist zu finden unter der Adresse Hof Haina 6, 35444 Biebertal
Telefon: 0641 / 95 30 700
Mail: info@hof-haina.de
Das Gebäude, in dem sich das Bauernhausmuseum befindet, ist uralt und darum nicht barrierefrei. Mobilitätsbeeinträchtigte Besucher stellen sich bitte auf enge Treppen, schiefe Böden und überstehende Türschwellen ein. Sitzgelegenheiten sind allerdings in allen Räumen vorhanden. Das Museum verfügt über Räumlichkeiten, in denen Sie im Sommer Ihre mitgebrachten Speisen und Getränke verzehren können.

Besuche sind nur im Rahmen einer Führung möglich. Besuch also bitte anmelden per Telefon oder E-Mail.
Der Rundgang durch das Bauernhaus dauert ca. 1 Stunde.
Preise: Erwachsene € 3,00 / Kinder € 1,50

Ein weiterer Links zum Museum.

Einen weiteren Beitrag zu Hof Haina – aus der Sicht einer Insiderin – finden Sie unter Sehenswert.

Grube Eleonore

An zentralem Platz finden sich Erinnerungstafeln an die Grube Eleonore.
Geht man die rechte Straße auf diesem Bild bis an ihr Ende, ist man am Stolleneingang und Gerätehaus.
Dort wurde vor allem manganhaltiger Brauneisenstein abgebaut. Fotos dazu und Fotos zur Grube.

In der Datenbank zur Route der Industriekultur Mittelhessen finden sich genauere Beschreibungen.

Auf einer Montanroute lassen sich die Biebertaler Gruben erwandern.

Detaillierte Beschreibungen zum Bergbau am Dünsberg und weitere Bilder.
sogar eine Biographie im Zusammenhang mit der Grube habe ich finden können, sowie Schilderungen des Lebens einer Bergmannsfamilie 1918.

Bilder: Lindemann

Zum Stummen Loch und Steinmühle

Mosaikkünstlerin Sabine Schlaefke

Vernissage = Eröffnung am Sonntag den 1. März um 17.00
im Afrikanischen Restaurant Savanne, Schlossgasse 8

Die Biebertaler Mosaik-Künstlerin Sabine Schlaefke stellt ihre Arbeiten während der Licher Kulturtage im Friseursalon Grazyna, Unterstadt 17 aus. Die Arbeiten werden später Bestandteil einer Stele werden, die von Mosaikkünstlern der DOMO, der Deutschen Organisation für Mosaikkunst angefertigt wird, der Frau Schlaefke angehört. Besonders beeindruckt hat mich das Projekt „Vogeltreppe Pirmasens“, an dem Sabine Schlaefke 2019 gemeinsam mit deutschen und vielen internationalen Mosaikkünstlern gearbeitet hat. Die Stele soll dagegen auf Reisen gehen und könnte auch im Raum Gießen gezeigt werden.

Eine erste Arbeit von Evelin Renell aus einem Schnupperkurs

Wer sich für Mosaike interessiert und selber mal reinschnuppern möchte:  Sabine Schlaefke bietet regelmäßig Mosaikkurse in ihrer Werkstatt in Bieber an.
Nehmen Sie Kontakt auf über 01525 – 3566560 oder  über Email: sabine-schlaefke@gmx.de

Quellen: Sabine Schlaefke, https://www.ardmediathek.de/swr/player/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzExNTY4ODQ/das-wunder-von-pirmasens